Schon lange einmal wollte ich Nachtportraits machen.
Ende Dezember 2017 war es dann soweit!
Ein dickes Dankeschön an Alexander Grünwald, der für mich gemodelt hat!
Porträtfotografie bei Nacht hat einen ganz besonderen Reiz: Du kannst du die Lichter der Stadt gemeinsam mit deinem Model in Szene setzen.
Im Idealfall macht man Nachtportraits mit guter Beleuchtung, zum Beispiel mit einem entfesseltem Blitz und einer Softbox. Da wir abends noch in die Alte Oper (im Hintergrund) wollten, konnte ich keine entsprechende Ausrüstung mitschleppen und hatte nur meine Kamera und einen Aufsteckblitz zur Verfügung.
Mit im Fotorucksack war ein sogenanntes "Black Foamie Thing", inspiriert von Neil van Niekerks und Tilo Gockel.
Bei dem Black Foamie Thing handelt es sich um einen Abschatter für den Blitz, der verhindert, dass das Model direkt angeblitzt wird. Man kann das Licht stattdessen seitlich umleiten und zum Beispiel gegen Schaufensterscheiben blitzen. Durch diese Technik - Bouncing oder Bounce-Flash genannt - entsteht ein besonders weiches Licht.
Zum Aufbau: Alexander stand mit der Schulter zur jeweiligen Schaufensterscheibe. Ich stand ihm gegenüber. Den Aufsteckblitz habe ich etwa im 45 Grad Winkel gedreht, sodass der Blitz auf die Scheibe gelenkt wurde. Der Abschatter verhinderte dabei, dass das harte Blitzlicht direkt auf Alexanders Gesicht fiel.
Die Fotos wurden bei ISO 200 mit offener Blende (2,8) fotografiert, wodurch der Bokeh-Effekt im Hintergrund entsteht.
Wie die Leute hinter den Scheiben mein Geblitze fanden, weiß ich nicht ...
Wir hatten auf jeden Fall Spaß!
Einige Zeit später modelte ein Freund für mich in der Heidelberger Altstadt.
Bei ihm nutzte ich zum Teil direktes Blitzlicht mit Diffusoraufsatz, was ein bisschen einfacher ist als das Blitzen über die Fensterscheibe.
Nachtporträts
