icon fotobuch blurbDa ich zwischenzeitlich etwas angefixt bin, habe ich einen weiteren Fotobuch-Anbieter ausprobiert und landete bei Blurb. Das Angebot von Blurb finde ich besonders interessant, weil Blurb Fotobücher auch für den Vertrieb anbietet, u.a. bei Amazon. So entstand die Idee eines Bildbandes, den ich auch verkaufen kann.

[Bei diesem Beitrag handelt es sich nach aktueller Rechtsprechung um Werbung. Ich habe für diesen Bericht keine Gegenleistung - Geld oder Gutscheine - erhalten.]

Erstellung des Fotobuchs mit dem Blurb Book Creator von Indesign

Für die Erstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste: Man kann sich die Software "BookWright" herunterladen. Dafür muss man sich allerdings zunächst bei Blurb registrieren. Die Software selbst ist, ähnlich wie vergleichbare Programme übersichtlich aufgebaut und intuitiv zu bedienen.

Da ich ein großer Fan von eigenen Layouts bin, probierte ich es mit dem Blurb-Indesign-Plugin. Dieses muss man herunterladen und mit Doppelklick ausführen. Wenn alles klappt, erscheint im Indesign-Menü "Datei" der neue Menüpunkt "Blurb Book Creator". Hier kann man neue Projekte anlegen und verwalten. Je nach Auswahl wird dann die passende Indesign-Vorlage geladen, mit der man wie gewohnt arbeiten kann.

Allerdings hatte ich mit dem Programm wirklich zu kämpfen. Die Konfiguration klappte erst mal gar nicht und ich musste mehrfach neu beginnen bevor die Option zum Erstellen der Vorlagen aktiv wurde.

Auch verwirrend: Man muss am Anfang die Seitenzahl festlegen. Das Programm gibt dazu den Hinweis: "Sie können später Seiten hinzufügen oder löschen". Das klappt auch, denn natürlich kann man der Indesign-Vorlage jederzeit Seiten hinzufügen. Allerdings gelang es mir nicht, diese Seitenzahl auch in der Konfiguration des Blurb Book Creator dauerhaft zu speichern. Die Angaben ließen sich zwar temporär eingeben, wurden beim Bestätigen mit "OK" aber jedesmal zurück gesetzt. Das ist schwierig, denn die Seitenzahl ist maßgeblich für die korrekte Gestaltung der Cover-Datei. Diese ließ sich zum Glück auch mit den "temporären" Angaben richtig konfigurieren, aber irgendwie ist das sehr unbefriedigend.

Auch ärgerlich: Ein nachträgliches Ändern der Papiersorte war nach Erstellung des Covers nicht mehr möglich! Hier wäre ein Hinweis, der schon beim Konfigurieren angezeigt wird, hilfreich gewesen!

Als ich das Papier später ändern wollte, erschien der Hinweis: "Sie können die ausgewählte Papierart nicht verwenden, da sie nicht mit der Buchrückenbreite der aktuellen Einbandvorlage kompatibel ist. Falls Sie ein Buch mit einer anderen Papierart benötigen, erstellen Sie ein neues Buch."

Mir erschloss sich nicht ganz, was damit gemeint war. Wahrscheinlich hätte es gereicht, im Creator ein neues "Buch" anzulegen und die vorhandende Indesigndatei zu verknüpfen. Da die Hilfeseiten relativ mager sind, blieb ich bei der getroffenen Papierauswahl.

Bestellung

Nach dem Erstellen lassen sich die fertigen Dateien (Inhalt und Cover) direkt über das Indesign-Plugin hochladen. Dabei werden die Dateien gerprüft und man hat die Möglichkeit, Fehler zu verbessern. Nachdem alles abgeschlossen ist, werden die Dateien zu Blurb übertragen.

Dort erhält man eine nette animtierte Vorschau des fertigen Buches und kann es virtuell durchblättern.

screenshot fotobuch blurb

Blöderweise fiel mir bei dieser Gelegenheit ein letzter Layout-Fehler auf. Um diesen zu korrigieren, konnte ich das Buch online löschen und nochmals hochladen. Die Option, das Buch zu überschreiben, klappte leider nicht. Ich erhielt die wenig hilfreiche Fehlermeldung, dass das Hochladen nicht möglich sei und ich es "später" noch einmal probieren solle. Schlussendlich klappt es mit der Option, eine Kopie hochzuladen.

Versandkosten bei Blurb

Nachdem all das abgeschlossen war, konnte ich endlich bestellen - und fiel aus allen Wolken als mir im letzten oder vorletzen Schritt Versandkosten in Höhe von 11,99 € angezeigt wurden!
12 Euro für den Versand eines Buches, das nicht einmal DinA4-Größe hat? Sorry, aber das geht gar nicht!


Update 2021

Leider handelt sich bei den Versandkosten auch nicht um eine Pauschale, wie ich bislang dachte.
Der Versand von 10 Büchern schlägt beispielsweise mit knapp 28 Euro zu Buche. Für 30 Bücher werden aktuell 55 Euro fällig, für 75 Bücher muss man über 100 Euro zahlen.

Die Kosten muss man im Vorfeld einkalkulieren, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Einen Preisrechner findet ihr hier.

Die hohen Versandkosten machen leider auch die Idee eines Buchverkaufs über Blurb zunichte, da die Bücher unverhältnismäßig teuer werden.
Mein Heft "Malen mit Licht" habe ich 2021 als "Premium Zeitung" bei Blurb drucken lassen. Der Druck ist wirklich schön und sehr hochwertig geworden.
Trotzdem ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand für eine 24seitige Zeitung 12,-€ Versandkosten bezahlen möchte. Ich biete das Heft nun selber zum Versand an.

Lieferzeiten bei Blurb

Auch die Lierferzeiten sind lustig - 12 Tage für den Standardversand. Mit dem Priority-Tarif in Höhe von 28,99 € (!!) würde es dann einen (!) Tag schneller gehen. Nun ja.
Auch wenn zwei Feiertage (Karfreit und Ostermontag) dazwischen liegen - die Lieferzeiten finde ich schlichtweg zu lang.

Last but not least erhielt ich noch die Info, dass "lokale Zölle oder Steuern" anfallen können, die ich noch zusätzlich begleichen müsse. Diese fielen zum Glück nicht an.

Weiter geht's zum Ergebnisbericht. 

Hat dir dieser Erfahrungsbericht gefallen?
Dann freue mich über ein "Like" auf Facebook oder Instagram!