Katrin Raabe
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friedenspreis leon weintraub sanem kleff im Deutschen Theater in GöttingenAm 7. März 2026 wurde der Göttinger Friedenspreis 2026 an Dr. Dr. h.c. Leon Weintraub sowie das Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" vertreten durch die Mitbegründerin des Projektes Sanem Kleff vergeben.

Der Göttinger Friedenspreis setzt seit 1999 ein Zeichen für den Frieden und würdigt Menschen und Initiativen, die sich weltweit für eine friedlichere Welt einsetzen. Die Stiftung wurde von dem Wissenschaftsjournalisten Dr. Roland Röhl testamentarisch initiiert.

Ich bin sehr glücklich, Dr. Weintraub zum zweiten mal erleben und fotografieren zu dürfen. Auf Einladung des Bündnisses «Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus» war Leon Weintraub bereits 2024 in Göttingen zu Gast gewesen und hatte bei der Gedenkveranstaltung am 27. Januar seine Geschichte erzählt.

Leon Weintraub wurde 1926 in Łódź geboren. Er überstand als Zwangs­arbeiter das Ghetto Litz­mann­stadt, wurde nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er dem für ihn vor­gesehenen „Tod durch Ver­gasung“ entkam, indem er sich unbeobachtet einem Gefangenen­transport anschloss. Er überlebte drei weitere Konzentrations­lager, bevor ihm im April 1945 die Flucht von einem SS-Todes­marsch gelang.

Nach der Befreiung begann Leon Wein­traub 1946 ein Medizin­studium in Göttingen. „Ich konnte mein Glück kaum fassen, als armer Juden­junge hier studieren zu können“, sagte er einmal über diese Zeit. Ab 1950 arbeitete Wein­traub als Gynäkologe in Warschau, wo er 1966 zum Doktor der Medizin promoviert wurde, bevor er Polen 1969 in Folge des stärker werdenden Anti­semitismus verließ und nach Schweden über­siedelte, wo er bis heute lebt.

 

Die Verleihung des Friedenspreises fand im voll besetzten Deutschen Theater in Göttingen statt. 
Ein Bericht und weitere Fotos folgen.

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